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Einwohnerzahl 361
Ortsvorsteher Carsten Ritz
Wehrführer Die Feuerwehr von Udenhausen ist dem Wehrführer von Grebenau unterstellt.
Ortslandwirt Robert Gerbig
Werngeser Straße 18
Tel.: 06646-227
Jagdvorsteher Robert Gerbig
Werngeser Straße 18
Tel.: 06646-227

Wappen von Udenhausen

361 Einwohner, 290m hoch gelegen, von 986 Hektar entfallen 613 Hektar auf Waldgebiete, eine Reihe von Basaltbergen schirmt das Gebiet nach fast allen Seiten gegen das Kreisgebiet ab.
Liebliche Wiesentäler, eingerahmt von bewaldeten Höhenzügen bewirken vor allem den landschaftlichen Reiz der Umgebung von Udenhausen. Die Landwirtschaft spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Die roten Lehmböden der Umgebung sind jedoch ein hervorragender Nährboden für Erdbeeren was auch an den zahlreichen Erdbeerplantagen erkennbar ist.

König Heinrichs Rast

Schon in den oft zitierten >>Annalen<< ist vom Dorf Udenhausen im Gründchen die Rede. In den Lateinischen Schriften, die ein Mönch namens Lampert, vom Kloster Hersfeld verfasste, taucht das bei Grebenau gelegene Dörfchen auf. Dort ist folgende Geschichte festgehalten:
Ein Günstling König Heinrichs IV., ein Kantoniker Karl aus Magdeburg, soll Bischof von Konstanz werden. Bevor er jedoch geweiht werden konnte, stand gegen ihn eine Klage wegen Simonie d. h. des Verkaufs oder Kaufs geistiger Ämter, an. Die Klage kam über den Pabst zu dem Erzbischof von Mainz. Dieser wollte dann in einer Synode im August des Jahres 1071 in Mainz die Sache überprüfen und erst dann entscheiden, ob dieser Karl zum Bischof geweiht werden konnte.
König Heinrich reiste nun mit seinem Gefolge von Halberstadt in Thüringen zu dieser Synode nach Mainz. Dabei machte er unterwegs in Udenhausen Rast. Wörtlich heißt es dabei so: >>in villam quae dicitur Utenhusen<<. Bei dieser Rast kam es zu einem folgenschweren Unfall. Liutpold von Meersburg, einer der getreusten Begleiter und Ratgeber Heinrichs des IV., stürzte vom Pferd in sein eigenes Schwert, wobei er sich so schwer verletzte, dass er noch am Unglücksort in Udenhausen starb. Der König musste vom plötzlichen Tod seines Getreuen sehr betroffen gewesen sein. Er unterbrach mit seinem Gefolge die Reise und begab sich nach Hersfeld. Dort wurde der Tote mit einer großen Trauerfeier in der Kirche beigesetzt. (So macht Heinrich IV. dem Kloster Hersfeld am 30. Juli 1071 eine Schenkung zur Stiftung eines Jahresgedenkens »pro anima fidelissimi et carissimi nostri militis Livpoldi«,
für die Seele unseres treuen und geliebten Soldaten Liutpold also für Liutpold von Meersburg. Als familiares genannt werden zudem neben Werner von Salzburg auch die Brüder Liutpolds, Arnold und Berthold). Um das besagte Schwert, das den Tod des Luitpold von Meersburg herbeigeführt hatte, rankt sich jedoch noch eine weiter zurückreichende Geschichte. Es soll sich um das Schwert des bekannten und berühmten Hunnenkönig Attila gehandelt haben, der damit bei der Vernichtung Galliens und gegen das Christentum gekämpft haben soll. In der Geschichte der Goten wird sogar erzählt, dass dieses Schwert einstmals dem Schutzherrn des Krieges, dem Kriegsgott Mars, gehört haben soll. Über Attila kam das Schwert später in den Besitz der Königin Anastasia von Ungarn, die es wiederum im Jahre 1063 dem Herzog Otto von Bayern schenkte. Der Besitz wechselte dann über einen Getreuen des Herzogs zu König Heinrich IV. bis zu jenem Liutpold von Meersburg, der in Udenhausen dann durch dieses, sein eigenes Schwert den Tod fand. Von den Bayern wurde dieser Tod als Gottesurteil angesehen, da Liutpold seinen König dahingehend beeinflusst haben soll, den Otto von Bayern zu verbannen.

In der OZ stand am 11. Oktober 1902

Udenhausen 1910

Udenhausen. Die in diesem Sommer erbaute Brücke über die Jossa geht allmählig ihrer Vollendung entgegen. Fahrbar ist sie schon seit Monaten; gegenwärtig wird am Chausseebau auf dem zur Brücke führenden Damm aufgeführt. Doch kann diese Arbeit nicht eher zu Ende kommen, bis die vier Schlusssteine des Geländers gesetzt sind, mit deren Lieferung der betrauten auswärtige Lieferant trotz mehrmaliger Mahnung im Rückstand bleibt.

Udenhausen, 7. Oktober. Von einem schweren Schicksalsschlage wurde die Familie des Tagelöhners Johannes Wiederhold dahier betroffen, ihr Sohn, welcher beim Infanterie-Regiment Nr. 82 zu Göttingen diente und sich zur Zeit auf Urlaub befand, sofort nach seiner Ankunft hier erkrankte und gestern Abend an Unterleibstyphus verstarb.

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